-Ausgabe No. 155 - Juni 2010
seit dem 27. Feb. 1997

Libelle - fotografiert von Leela
Titelbild von Leela



TLZ No. 155
(6/2010)

Inhalt:
Titelbild von Leela    
Tuggat liebe Freunde des Tuckerlandes   Einleitung von Asi
Leben am Teich - entdeckt und fotografiert von Leela
Tuggat - Monatsübersicht zur Tafel des Ruhmes - von Manathas
Australien im Zeitwandel - (Teil 2) von Frederic Heine
Die schlimmsten Diktatoren, Massenmörder und Verbrecher - von Manfred Schreiber
Gefunden - Zeitungsartikel über den Film "Harold and Maude" - von Heike Hoffmann 
Amsterdam - ein Reisebericht von Kerstin Mach
Kleine Rätselecke - von Richard dem Rätselhaften
12. Landart Festival Grindelwald Tschowanni aus der Schweiz berichtet
Nützliche Haushaltstipps (Teil 6) von Magnus
Eine kleine Zwiebelgeschichte - von Angelika Haak
Kurzkrimi - von Stine
Der Witz des Monats - von Erika
TLZ-Archiv Index aller(!) vorheriger Ausgaben der TLZ
   (TLZ-Archiv-Linkaufruf funktioniert nur, wenn die jeweiligen TLZ-Ausgaben + Index, im entsprechenden Pfad, offline verfügbar sind!)


Bei Klick auf die Links erscheint sofort der jeweilige Beitrag, mit der Maus-Zurücktaste kommt Ihr wieder zurück ins Inhaltsverzeichnis!

 

 

 


Das war ein turbulenter Monat! Er steckte voller Ereignisse: zahlreiche Proben mit unserer Trommelgruppe RATAMAHATA, jedes Wochenende Auftritte und zuletzt ein aufregender Sonntag, den wir im Arnstädter Theater mit CD-Aufnahmen verbrachten. Und nebenbei noch reichlich zu tun im Berufsalltag... Aber nun kehrt wieder Ruhe ein. Die Sommerferien haben begonnen, zumindest erstmal im Bundesland Thüringen. 

Ganz herzlichen Dank an alle TLZ-Autoren, die mir trotz Urlaubszeit pünktlich ihre Beiträge schickten! So macht es Spass, mit Euch zu arbeiten, Jungs und Mädels! ;)Arno Henke

Wie bereits die Mitglieder des Tuckerland-Forums schon Anfang des Monats erfahren haben, soll auch an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen werden, dass unser langjähriger Tuckerspieler, Beta-Tester und TLZ-Autor Arno Henke am 03. Juni 2010 seinen 70. Geburtstag feierte. Darauf machte uns Siggi (einer der ersten "Tuckerfans" und immer noch in der Liste!) aufmerksam - vielen Dank, Siggi!

Nochmals alles Gute nachträglich für Dich, lieber Arno, bleib gesund, glücklich und ein treuer Tuckerspieler!!!

Zwei neue TLZ-Autorinnen dürfen wir seit dieser Ausgabe begrüssen: Kerstin mit ihrem Beitrag über Amsterdam und Stine als Krimiautorin - eine Rubrik, die es bisher noch nicht gab. 

Sehr empfehlenswert sind die Naturaufnahmen von Leela im Grossformat - bitte immer die kleinen Bildchen anklicken, sonst ist es nur die halbe Freude! ;)

Auch Manfred Schreiber hat viel Fleiss und Mühe verwendet in seinem umfangreichen Beitrag über die Bösewichter dieser Welt, die es zu jeder Zeit gab und immer geben wird.  Aber auch alle anderen Beiträge sind grosse Klasse - viel Spass beim Stöbern in der neuen TLZ!

Übrigens: 
Wer Interesse daran hat, pünktlich über das Erscheinen der neuen Ausgabe der Tuckerlandzeitung und anderer Tuckerland-News informiert zu werden (und bisher noch nicht eingetragen ist), der kann sich auf unserem Newsletter eintragen:

http://www.tuckerland.de/cgi-data/newsletter/abo_form.html 


 Zur Einleitung dieser TLZ-Ausgabe gebe ich folgende Gedanken mit auf den Weg:


Der Mensch, der in jeder Lage die volle Ruhe bewahrt,
ist eine ungeheure Erquickung für die andern. 
Paul Olaf Bodding, (1865 - 1938), norwegischer Missionar und Sprachwissenschaftler 

Wahre Achtung kann man nur verdienen;
sie lässt sich nicht erschleichen, nicht erpressen. 
Georg Christoph Lichtenberg, (1742 - 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus 

Eure Asi
asi@tuckerland.de


 

 

Leben am Teich - entdeckt und fotografiert von Leela 

Klickt auf die Fotos, sie vergrössern sich dann!
fotografiert von Leelafotografiert von Leelafotografiert von Leela

Am Weiher habe ich diese wunderschönen Libellen aufgenommen. Morgens hatte ich das große Glück beim Schlüpfen einer dieser Schönheiten dabei sein zu dürfen. Dieses Erlebnis bekommt man eher selten zu Gesicht. Oben ist die Hülle zu sehen, die so zurück bleibt. Darunter die frisch geschlüpfte Libelle. Sie braucht jetzt noch mehrere Stunden zum Trocknen der Flügel und um sich von den Strapazen zu erholen. Nach ein paar Stunden schaute ich nach ihr und da war sie auf den Boden gefallen. Behutsam nahm ich sie auf meinen Finger und dabei gelangen mir dann diese schönen Aufnahmen.

fotografiert von Leelafotografiert von Leelafotografiert von Leela


Auch meinen frechen Laubfrosch möchte ich euch nicht vorenthalten. Wie jedes Jahr, versteckte sich der Kleine in meiner Gießkanne. Wenn er dort drinnen abends anfängt zu quaken, hört ihn garantiert jede Froschdame im Umkreis von 1 km! ( und auch jeder Mensch, der schlafen will, aber nicht kann, weil die Gießkanne natürlich direkt unterm Schlafzimmerfenster steht) . Kurzzeitig mußte er mir als Fotomodell zur Verfügung stehen, bevor er wieder in seiner Kanne verschwinden durfte. Wie kommt er aber jetzt wieder da raus? Ganz einfach, das Laubfröschchen hat Füßchen, die an allem kleben, was er berührt und so klettert er einfach von Innen aus der Kanne. 

 

fotografiert von Leelafotografiert von Leelafotografiert von Leela

 

Übrigens sitzt er am liebsten oben im Ausgießer. Da ist mir auch aufgefallen, dass er überhaupt da ist. Ich merkte, dass der Aufsatz verstopft war, nahm ihn ab und versuchte durch Schleudern, den vermeintlichen Dreck rauszuschütteln. Dabei klatschte mir das Laubfröschchen dann vor die Füße. Ich war natürlich entsetzt, dass ich ihn so behandelt hatte. Setzte ihn zurück und bin seit dem sehr vorsichtig, bevor ich meine Kanne säubere.... 

Liebe Grüsse 
Leela Leela


Super super schön, Leela - ich danke Dir herzlich für die tollen Fotos und die kleine Frosch-Geschichte! ;) Da werde ich demnächst auch lieber vorsichtig nachschauen, wenn mal meine Giesskanne verstopft ist... ;))

Auf unserem winzigen Balkon im 3. Stock (Dachwohnung) habe ich gestern übrigens Fusstapsen entdeckt, vermutlich von einem Marder, denke ich mal. Die war so deutlich zu erkennen auf dem schwarzen Deckel des Behälters für den "Gelben Sack", weil das Schwarz von gelbem Blütenstaub überpudert war und die Fussspuren deshalb regelrecht hervorleuchteten. Ist ein Ding, wa?!

Einen schönen Sommerabend noch wünscht Dir Asi

Hallo Asi,
das ist ja ungewöhnlich! Ich hatte auch Marder, die waren aber nur im Schuppen, wo sie über die Holzbalken ganz gut hinkamen. Kann es sein, dass Du einen Waschbären da hast? Hab mal eine Reportage darüber gesehen, die sind sehr flink und kommen über die Dachrinne aussen am Haus hoch und leben dann unterm Dach. Offensichtlich erobern sie immer mehr die Städte. Da sie sehr frech sind, könntest Du bald Besuch bekommen! 

 

 

   

Tuggat, liebe Freunde des Tuckerlandes,
 
 anbei wieder die gesammelten Werke, wie jeden Monat:

1. Tabelle der im vergangenen Monatszeitraum vergebenen EPs
2. Stand der EPs der Ritter
3. Die ersten 50 Plätze der TdR
 
Tabelle der EPs:

EPs in 155                    
                     
Status Wer ?       TA 12 Titelbild /Beiträge 154 Rätsel Richard /Lösung Forum TLZ TdR Summe
                       
Ritter Bönisch, Richard Richard         1       1
Ritter Fritz, Erika akiren       1 1       2
Ritter Haack, Angelika Angelika       1         1
Ritter Rückheim, Jens SegaNino         1       1
Ritter Schreiber, Manfred Manfred         1     1 2
Ritter Schultz, Günther Günther                 0
Ritter Störmann, Alexander Alexander S         1       1
Ritter Thomas, Alexander Alex         1       1
Ritter Trott, Thomas Magnus       1   1     2
                       
                       
Held Basner, Heidi         1         1
Held Daisenberger, Bettina         1 1       2
Held Eisemann, Rolf Astra         1       1
Held Flück, Elsbeth Elsbeth         1       1
Held Geiger, Winfried Pi31415         1       1
Held Gerlach, Hartmut                   0
Held Gräppi, Armin       5           5
Held Haupt, Bianca Bianca Haupt                 0
Held Heine, Frederic frederic       1         1
Held Henke, Arno Arno         1       1
Held Hildebrand, Ericka Geraldjin                 0
Held Hoffmann, Heike Heike                 0
Held Maude, Asi               1   1
Held Müller, Gesa Gesa                 0
Held Recktenwald, Leo DunkelKoma                 0
Held Schwarz, Hans Tschowanni       1 1       2
Held Seidel, Uli                   0
Held Speiser, Calvin Baller                 0
Held Staub, Max ARTUS                 0
Held Ulmer, Sylvia sylvia                 0
                       
                       
TLZ-Aktiv Catt, Vernon   xxx xxx xxx 1         1
TLZ-Aktiv Gerschel, Sarah   xxx xxx xxx           0
TLZ-Aktiv Stetsi   xxx xxx xxx 1         1
TLZ-Aktiv Völker, Kerstin   xxx xxx xxx           0
TLZ-Aktiv Wernecke, Livia   xxx xxx xxx           0
                       
                    29
 

Die EPs der Ritter:

Platz Name x Stadt Land TA EPs
1 Bönisch, Richard (Jg. 57) ; Frielendorf de 12 31
2 Störmann, Alexander (Jg. 55) ; Schmallenberg de 12 28
3 Trott, Thomas "Magnus" ; Berlin de 12 26
4 Schultz, Günther (Jg. 49) ; Berlin de 12 25
5 Schreiber, Manfred (Jg. 50) ; Ebersbach/Sa. de 12 14
6 Haack, Angelika (Jg. 58) ; Hohnstein de 12 12
7 Thomas, Alexander ; Chemnitz de 12 11
8 Fritz, Erika (Jg. 55) ; Cuxhaven de 12 6
9 Hoepp, Uta ; Hanau de 12 3
10 Rückheim, Jens (Jg. 70) ; Berlin de 12 1
11 Heffner, Michael ; Steinheim de 12  
12 Schieche, Bettina ; Maintal de 12  
13 Czerny, Gabriele ; Bad Berka de 12  
14 Isensee, Tatjana "Tanhild" ; Detmold de 12  
15 Studer, Markus ; Kaiseraugst ch 12  
16 Richter, Steffen ; Limbach-Oberfrohna de 12  
17 Deppermann, Reiner ; Schönebeck de 12  
18 Schulz, Raimond ; Emden de 12  
19 Espig, Helmut (Jg. 52) ; Chemnitz de 12  
 
Die ersten fünfzig Plätze der TdR:
 
Platz Name x Stadt Land TA EPs Summe
1 Recktenwald, Elke Maria "Leo"   Trier de 12 225 357
2 Geiger, Winfried   Ebersbach/Fils de 12 208 340
3 Henke, Arno (Jg. 40)   Glinde de 12 202 334
4 Kolaczek, Hannelore "Hany"   Boca Chica do 12 179 311
5 Eisemann, Rolf   Aulendorf de 12 167 299
6 Daisenberger, Bettina   Penzberg de 12 162 294
7 Ulmer, Sylvia (Jg. 60)   Berlin de 12 161 293
8 Müller, Gesa (Jg. 52)   Uetersen de 12 135 267
9 Dietzsch, Stephan   Leukersdorf de 12 115 247
10 Hildebrandt, Ericka (Jg. 66)   Ibbenbüren de 12 114 246
11 Basse, Sabine   Speyer de 12 98 230
12 Flück, Elsbeth (Jg. 50)   Neuendorf ch 12 89 221
13 Haupt, Bianca   Reutlingen de 12 79 211
14 Heitzer, Vera   Heinsberg de 12 76 208
15 Röderer, Sabine   Illertissen de 12 64 196
16 Schulte, Ellen   Wesel de 11 54 175
17 Schwarz, Hans (Jg. 43)   Grindelwald ch 12 21 153
18 Hoffmann, Heike   Arnstadt de 6 85 151
19 Oosting, Marion   Blekendorf de 12 19 151
20 Nötzold, Simone   Kirchberg de 12 15 147
21 Speiser, Calvin "Baller" (Jg. 98)   Deggingen de 12 11 143
22 Heine, Frederic   Melbourne au 12 10 142
23 Zebra, Cornelia   Wien at 12 9 141
24 Barry, Petra   Ühlingen-Birkendorf de 12 9 141
25 Huber, Peter "Bull" (Jg. 56)   Lichtenwald de 10 30 140
26 Welfens, Clara (Jg. 56)   Heinsberg de 12 8 140
27 Henke, Kevin "Geister-Hunter"   Glinde de 12 8 140
28 Balster, Alexander   Rhede de 12 7 139
29 Ackmann, Fred   Auetal de 12 7 139
30 Werner, Diethelm   Netstal ch 12 7 139
31 Bärtschi, Susanne   Großhöchstetten ch 12 6 138
32 Rök-Ramirez, Michael   Shanghai cn 12 6 138
33 Stuschka, Leopold   Waldkirchen de 12 6 138
34 Klinke, Natalya   Dobrich bg 12 5 137
35 Peitzner, Joachim   Wolgast de 12 5 137
36 Adler, Kirsten   Ettlingen de 12 5 137
37 Schuster, Daniela   Neuhof de 12 5 137
38 Gräppi, Armin   Hondrich ch 12 5 137
39 Dunkel, Wolfgang (Jg. 51)   Göttingen de 12 4 136
40 Willimann, Samuel   Triengen ch 12 4 136
41 Eickenbusch, Sebastian   Geisenheim de 12 4 136
42 Rothweiler, Michael (Jg. 67)   Malabar Hill in 12 4 136
43 Stolz, Thomas   Neunkirchen de 12 4 136
44 Egger, Johannes   Gmunden at 12 4 136
45 Fintel, Siggi von   Glinde de 12 3 135
46 Rose, Nikita   Berlin de 12 3 135
47 Buß, Ewald (Jg. 70)   Göttingen de 12 3 135
48 Heckele, Christian   Vöhringen de 12 3 135
49 Surmann, Dietmar   Spelle de 12 3 135
50 Reitzenstein, Wilfried von   Celle de 12 3 135
 
Herzlichen Glückwunsch, Leo, zum 1. Platz!



Der Erstplazierte des Vormonats, Jens Rückheim, steigt somit zum Ritter auf ...........
 

 Euer Manathas
 manathas@tuckerland.de
  

 

 

 

Australien im Zeitwandel - Auswanderer Frederic Heine berichtet (Teil 2)

Hier gets nun weiter, als Naechstes wir fingen alle an in St Kilda , mit dem beliebten Stigma "Neuaustralier"das die Einheimischen uns bescherten. Es hatte damals so eine Art bitteren Geschmack , denn wir ware dann so eingeordnet als 2te Klasse Australier, speziell die, die von Laender kamen welche noch vor nicht so langer Zeit als Feinde eingestuft waren ......Auswanderungsschiff Orion
Zum Glueck war den meisten von uns das Schlimmste erspart, da wir ja Beleidigungen meistens nicht verstanden und mit einem verschleirten Laecheln erwiederten. 

Auf Dein Komment unterschiedliche Kulturen, was dazu zu sagen waere ist , dass 80 oder mehr % englischer Herkunft waren (zu jener Zeit jedenfalls). Dieses Verhaeltnis hat sich dann in den kommenden Jahren wesentlich verbessert und damit auch eine Verbesserung der Nahrung erhaeltlich in der Gastindustrie. Heutzutage haben wir alles genauso wie in Deutschland ,vielleicht sogar noch besser,im
Ueberfluss ( was Essen anbelangt).Dies durch die Zuwanderung der verschiedenen Nationalitaeten.

Heimweh ist vielmehr ein Produckt der Einsamkeit, der Sprache, (Schwierigkeit sich zu verstaendigen ect). Zudem kam noch eine mislungene Freundschaft mit einem deutschen Maedel Helga bei Namen.
Eine Einzimmerwohnung 1.5 X 2.5 Meter ist eben nicht eine Idealvoraussetzung "per amore".

Es funktionierte wohl ein paar Wochen mit Lambretta und Kuesten-Romantz in Badehosen..... Dann aber kam die Konkurentz mit Sportwagen und dass war dann der Anfang des ersten, jaemmerlichen, australischen einsammen Winter.

"Und man traeumt von Zuhause, Weihnachten im Schnee,schi-fahren,alte Freunde und eine warme Stube"."That much for home-sickness". 

Willhelm Busch wuerde sagen:"Australier werden ist nicht schwer,Australier sein dagegen sehr".

Nach 55 Jahren finde ich Australien ein guter Platz zu Leben .Australier dagegen ,da bin ich sicher,bin ich nie."weil ich eben Oesterreicher bleibe bis ins Grab".Bin jedoch verheiratetseit 50 Jahren mit einer Norditalienerin,mit zwei Kindern (ein Maedel und ein Junge und heutzutage ein Zuwachs von 4 Enkelkinder (Alle Jungs von 14 bis 18 Jahre alt).Dies sind dann die erste Generation Australier.

Mehr Fragen? "bring it on".

ciao frederic 

Ps. Danke fuer das Bild.Du scheinst immer juenger zu werden...... Das Erstere war mehr "exotisch" wurde dass, dann das symbol fuer die "Prinzess Carla" ??? Ist schon aenlich finde ich.

Asi an Frederic: 
Ach ja, Einsamkeit und Heimweh tun sehr weh, diese Erfahrung hat wohl jeder Mensch schon machen muessen... Aber der Gedanke, unendlich weit entfernt zu sein von der Heimat, verschlimmert diese Qualen ganz sicher! - Ich erinnere mich, dass ich als Kind sehr unter Heimweh gelitten habe. Ferienlager in den Sommerferien waren mir ein Graus (eine Art mehrwoechiges Sommercamp mit hunderten Kindern, meist an einem Badesee). Auch zum Gymnasium wollte ich nicht wechseln, weil diese Schule in einer anderen Stadt war. Darum habe ich damals kein Abitur gemacht, schoen dumm war ich! :)

Du hast in Australien Deine Frau gefunden und damit Deine Familie und Dein Lebensglueck - das gelingt nicht jedem!

Wie ging es weiter, Frederic, nach den ersten einsamen Wintern? Hast Du nochmal eine Schule besucht wegen der Sprachkenntnisse? Bist Du mal in Australien umhergereist, um das Land kennenzulernen? 
Wann bist Du erstmals wieder nach Oesterreich gefahren?

Frederic Heine in jungen Jahren
Hi Asi,
Vielen Dank fuer die Bilder. Liebe das Gras,so hoch ,wie damals im Sommer in der alten Heimat. Erinnert mich auch an die Gegend Schloss "Alt Ems" in Hohenems Vorarlberg, mein Geburtsort 

Zuerst mal eine Korektur. Mein Bruder kam mit der Skaubryn frueh im Februar 1954. Ich embarked in Melbourne ein Jahr spaeter von dem vorher erwaenten Schiff,Orion. Mein Vorteil war:"Ich muste  icht zuerst in ein Lager wie mein Bruder mit anderen Emigranten". Die Skaubryn sank 1958 in der Naehe von Aden nach einem Grossbrand "on board." Die Orion wurde verschrottet in Belgien 1963.

In 1955 hatte Melbourne keine sogenannten Wolkenkratzer (Hochhaeuser wie zb.New York). Das erste richtige Hochhaus war das "ICI building in the Springstreet Melbourne"ungefaer 1960 gebaut.Die sogenannte "Skyline"von Melbourne war damals flach.

Ein bemerkenswertes Gebaeude das auch heute noch steht ist der damalige Hauptbahnhof. Natuerlich da sind noch mehrere,Kirchen,Regierungsgebaeude,Museen und viele Andere.....

Ansonsten ist die Stadt heutzutage wie alle Grossstaedte der Welt ultra modern mit unzaehligen "Supermarkets".DIe Stadtmitte mit wenigstens zwei dutzend Wolkenkratzer.

Das St.Pauli von Melbourne ist St.Kilda,kann jedoch keinen Vergleich ziehen da ich noch nie in Hamburg war.Insofern meine Informationen ueber St.Pauli wahr sind , ist,oder war, das damalige St.Kilda, kaum vergleichbar zu dem Letzteren.Es war jedoch der an der Phillip Bay gelegene,beliebte Aussenbezirk von Melbourne ein "hangout for new imigrant arrivals"

Ein paar Bilder zu diesem Thema:"Veraenderungen im Wandel der Zeit". 



Hi Frederic,
Dein Passfoto von 1958 erinnert mich stark an Elvis Presley - er war uebrigens auch Jahrgang 1935! ;) 

Manchmal ist es gut, dass man nicht in die Zukunft schauen kann. Haette Dein Bruder gewusst, dass die Orion nur 4 Jahre spaeter sinkt, haette er vielleicht dieses Schiff gar nicht erst betreten und alles waere ganz anders gekommen, auch fuer Dich, Frederic... 

Aber kam so, dass Du in die weite Welt gereist bist und Abenteuer erlebt hast, die sich die meisten Menschen hier kaum vorstellen koennen. 



Hi Asi,
Die Skaubryn sank , die Orion endet als Schrott. Aber du hast schon recht ,wenn mein Bruder diesbezueglich , so by supernatuerlicher "Vorsicht" beaengstigt gewesen waere haette er sehrwahrscheinlich in Cannada gelandet ( was auch originalerweise seine Absicht war).

Auswanderungsschiff SkaubrynAuswanderungsschiff Skaubryn brennt ab

Ich glaube nicht an Destiny , Zufall schon. Also wenn man so die Vergangenheit veraendern koennte ,das Endresultat waere jedes mal totaler Wandel so verbreitet,fast unvorstellbar.

Therefore it is never good to look back and even worth trying to change the past otherwise the mixup in our lives and all living beings could be severe indeed.

regards frederic. 

ps.:phylosophisch geseh'n natuerlich da es ja nicht moeglich ist in wirklichkeit.

ciao frederic 


 

 

 

Die schlimmsten Diktatoren, Massenmörder und Verbrecher der neueren Geschichte:

Der Mensch als gesellschaftliches Wesen kann im Gegensatz zu den anderen Lebewesen zwischen Gut und Böse unterscheiden. Demzufolge hat er im Laufe seines Lebens die Wahl. Er kann wissenschaftlich, künstlerisch, handwerklich oder sonstwie tätig sein. Er kann ein neues Mittel gegen Krebs finden oder er kann die Atombombe erfinden. Möglich ist auch, daß er die Verbrecherlaufbahn einschlägt. In diesem Fall bleibt er entweder ein "kleines Licht" oder es gelingt ihm, die Hierarchie nach oben zu klettern. Dann hätte er Macht über andere. Ist das nun schon schlimm genug, so potenziert sich das Ganze, wenn noch politische Macht, auf welche Art und Weise auch immer, hinzukommt. Einige solcher Lichtgestalten wollen wir uns im Folgenden ansehen (sie sind geordnet nach dem Jahr ihrer Machtergreifung):

01. Porfirio Diaz (Mexiko, an der Macht 1876-1911, 35 Jahre)
Porfirio Diaz (geb. 1830 - gest. 1915)
Er hat Mexiko 35 Jahre lang diktatorisch regiert. Er stützte sich neben den Großgrundbesitzern und Industriellen besonders auf eine Miliz- und Foltertruppe, die sogenannten "Rurales". 1910 brach die Mexikanische Revolution aus, in deren Folge er 1911 nach Paris ins Exil ging, wo er 1915 starb. Der deutschsprachige Schriftsteller B. Traven hat den armen Landarbeitern und rechtlosen Indios in Mexiko in dem Romanzyklus "Die Caoba" ein unvergängliches Denkmal gesetzt (Sehr lesenswert!).


02. Wladimir Iljitsch Lenin (Rußland, UdSSR, an der Macht 1917-1924, 7 Jahre)
Richtiger Name: Wladimir Iljitsch Uljanow (geb. 1870 - gest. 1924)
War schon das Zarenregime bis 1917 ungerecht, so übertrafen es die Bolschewiki an Grausamkeit, Kaltblütigkeit und Bestialität um das Tausendfache!
Lenin obsiegte im Machtkampf um die Spitzenposition innerhalb der Bolschewiki. Sein Beitrag zur Weiterentwicklung der Marxschen Theorie vom Klassenkampf: Die "Diktatur des Proletariats". Leo Trotzki, anfangs einer seiner Vertrauten, ging noch einen Schritt weiter: " .... Wir löschen die Bourgeoisie als Klasse aus! .... ". Der Frieden von Brest-Litowsk 1918 gab den Sowjets Gelegenheit, sich dringenden innenpolitischen Problemen zuzuwenden. Die Truppen Denikins, Wrangels, Koltschaks und Judenitschs bedrohten die Sowjetmacht. Der Bürgerkrieg zwischen "Roten" und "Weißen" wurde mit erbitterter Härte geführt und endete mit dem Sieg der Roten 1920. Doch der Rote Terror ging weiter und endete nicht mit dem Tode Lenins 1924. Siehe auch: "Stalin".


 

 

 

03. Benito Mussolini (Italien, an der Macht 1922-1943, 21 Jahre)
Benito Mussolini (geb. 1883 - hingerichtet 1945)
Die Erneuerung des "Imperium Romanum" war der Grundgedanke seiner Ideologie. Pazifismus und Sozialismus müßten bekämpft werden. Er schuf die Geheimpolizei OVRA. Im Jahre 1943, als die Kriegslage der Achsenmächte aussichtlos wurde, setzte ihn der "Oberste Faschistische Rat" ab. Bei der Flucht wurde er 1945 von kommunistischen Partisanen erkannt und erschossen.


04. Josef Wissarionowitsch Stalin (UdSSR, an der Macht 1924-1953, 29 Jahre)
Richtiger Name: Josef Wissarionowitsch Dshugashwili (geb. 1878 - gest. 1953)
Er hat 20 Millionen Tote auf dem Gewissen. Unter Lenin (s. d.) "Volkskommissar für Nationalitätenangelegenheiten", umgab er sich später mit einer Horde Speichellecker und Gefolgsleuten (Shdanow, Kaganowitsch, Berija) und konnte doch nicht umhin, von einer "Säuberungsaktion" zur nächsten zu schreiten. Seinen Widersacher Trotzki verfolgte er bis ins mexikanische Exil und ließ ihn dort ermorden. Massendeportationen, Schauprozesse und Hinrichtungen durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD waren an der Tagesordnung.


05. Rafael Trujillo (Dominikanische Republik, an der Macht 1930-1961, 31 Jahre)
Richtiger Name: Rafael Leonidas Trujillo (geb. 1891 - erschossen 1961)
Einer der Diktatoren, die das Land mit seinen Reichtümern als sein Privateigentum betrachteten. Er schuf ein Klima der totalen Kontrolle und Unterdrückung. 1937 ließ er 25000 Zuckerrohrarbeiter aus Haiti umbringen. 1960 befahl er ein Bombenattentat auf den venezolanischen Präsidenten Betancourt. Sieben Verschwörer lauerten dem Diktator im Mai 1961 auf und erschossen ihn.

06. Adolf Hitler (Deutschland, an der Macht 1933-1945, 12 Jahre)
Adolf Hitler (geb. 1889 - Selbstmord 1945)
Leider blieb auch dem deutschen Volk eine solche Figur nicht erspart. 1933 von Paul Hindenburg zum Reichskanzler des Deutschen Reiches ernannt. Im Laufe des Jahres 1933 wurden alle anderen Parteien verboten. Politische Gegner wurden ins KZ gesteckt. Die europäischen Juden wurden verfolgt, entrechtet und später systematisch umgebracht. Durch den 2. Weltkrieg kamen etwa 55 Millionen Menschen ums Leben.


07. Francisco Franco (Spanien, an der Macht 1939-1975, 36 Jahre)
Francisco Franco (geb. 1892 - gest. 1975)
Der Spanische Bürgerkrieg (1936 bis 1939) endete mit dem Sieg der Putschisten unter Franco über die Anhänger der republikanischen Regierung. Dann herrschte Franco bis 1975 über Spanien, bevor ein friedlicher Übergang zur Monarchie stattfand. Ausrichtung: Antikommunistisch.


08. Mao Tse Tung (China, an der Macht 1949-1976, 27 Jahre)
Mao Tse Tung (geb. 1893 - gest. 1976)
Seine Schreckensbilanz ist beispiellos: Etwa 60 Millionen Menschen kamen durch seine Politik um. Eine "Säuberungsaktion" und eine politische Kampagne jagte die nächste. Seit 1949 mit Gründung der VR China an der Macht, sollte 1958 mit seiner Kampagne "Großer Sprung nach vorn" China als industrielle Großmacht etabliert werden. Heraus kam die größte Hungersnot seit Menschengedenken. Bei der "Großen Proletarischen Kulturrevolution" (1966) wüteten aufgehetzte Jugendliche, die sog. "Roten Garden", gegen angebliche "Rechtsabweichler" und führten bürgerkriegsähnliche Zustände herbei.

09. Francois Duvalier (Haiti, an der Macht 1957-1971, 14 Jahre)
Francois Duvalier (geb. 1907 - gest. 1971)
30000 Menschen kostete sein brutales Regime das Leben. Er schuf sich eine Miliztruppe, die berüchtigten "Tontons Macoutes". Am 28. April 1969 erließ Duvalier ein Gesetz, welches "kommunistische Aktivitäten, egal welcher Form" als Verbrechen gegen die Staatssicherheit einordnet. Hierauf stand die Todesstrafe. Er starb 1971.


10. Mobutu Sese Seko (Kongo, Zaire, an der Macht 1965-1997, 32 Jahre)
Richtiger Name: Joseph-Desire Mobutu (geb. 1930 - gest. 1997)
1960 trug er noch als Oberst zum Sturz und der Ermordung des Präsidenten Patrice Lumumba bei. 1965 übernahm er selbst die Macht. Sein Regime steht vor allem für Korruption, unbarmherziges Niederschlagen von Revolten, Ausbeutung und Enteignung ausländischen Kapitals (um es sich selbst einzuverleiben). 1997, nach einem erfolgreichen Tutsi-Aufstand, ging er nach Marokko ins Exil und starb dort.


11. Bokassa I. (Zentralafrikan. Republik, Zentralafrikan. Kaiserreich, an der Macht 1966-1979, 13 Jahre)
Richtiger Name: Jean-Bedel Bokassa (geb. 1921 - gest. 1996)
1966 zum Präsidenten erklärt, ließ er sich 1976 zum Kaiser krönen und entfaltete ein zügelloses Terrorregime. 1979 über 100 Todesopfer unter demonstrierenden Schülern, die Gesamtzahl seiner oftmals gefolterten Todesopfer läßt sich mit ca. 2000 bemessen. 1979 gestürzt, ging er ins französische Exil, 1987 zurück nach Zentralafrika, wo er zum Tode verurteilt, begnadigt, durch eine Generalamnestie wieder freigekommen, 1996 starb.



12. Anastasio Somoza (Nicaragua, an der Macht 1967-1979, 12 Jahre)
Richtiger Name: Anastasio Somoza Debayle (geb. 1925 - ermordet 1980)
Der Somoza-Clan betrachtete das Land gewissermaßen als seinen Privatbesitz. Als ein starkes Erdbeben am 24. Dezember 1972 die Hauptstadt Managua zerstörte und 10000 Menschenleben forderte, nutzte die Familie Somoza diese Katastrophe zur eigenen Bereicherung. 1979 durch die Sandinisten gestürzt, fand er Unterschlupf in den USA. Später wollte ihn die Carter-Administration nicht mehr haben und er ging nach Paraguay, wo er 1980 von einer argentinischen Guerillaeinheit (ERP) erschossen wurde.


13. Georgious Papadopoulos (Griechenland, an der Macht 1967 bis 1973, 6 Jahre)
Georgious Papadopoulos (geb. 1919 - gest. 1999)
"Um die Nation vor einer kommunistischen Übernahme zu schützen ...." putschte sich 1967 eine Obristenclique unter G. Papadopoulos an die Macht. Es wurde das Standrecht verhängt und es gab Folter und Ermordungen. Zahl der Todesopfer: Ca. 10000. Zitat: ".... müssen die jungen Männer auf anständiges Aussehen achten, sauber und gepflegt sein und vor allem kurzgeschnittene Haare tragen. Die Beatles und Beatniks, diese Früchte des amerikanischen Halbstarkentums, werden in Griechenland nicht mehr geduldet. Die Mädchen dürfen keine kurzen Röcke mehr tragen, sondern müssen schicklich gekleidet sein....“. 1975 nach Todesurteil wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft begnadigt.


14. Idi Amin (Uganda, an der Macht 1971-1979, 8 Jahre)
Richtiger Name: Idi Amin Dada (geb. 1928 - gest. 2003)
Seiner Herrschaft fielen 400000 Menschen zum Opfer. Der Niedergang seiner Macht begann, wie so oft bei Diktatoren, mit einem Krieg, den er 1978 mit dem Nachbarland Tansania vom Zaum brach. In dessen Folge wurde er 1979 gestürzt und fand zunächst in Libyen, dann im Irak und schließlich in Saudi-Arabien Asyl.


15. Augusto Pinochet (Chile, an der Macht 1973-1990, 17 Jahre)
Richtiger Name: Augusto Pinochet Ugarte (geb. 1915 - gest. 2006)
Zitat: "..... Ich habe Chile vor dem Marxismus gerettet! .....". Am 11. September 1973 wurde durch einen blutigen Militärputsch unter Pinochet die gewählte Regierung Allende gestürzt. Ca. 4000 Menschen fielen in der Folgezeit dem Militärregime zum Opfer. 1990 kam wieder ein demokratisch gewählter Präsident (Patricio Aylwin) an die Macht, Pinochet blieb jedoch Senator auf Lebenszeit.


16. Pol Pot (Kambodscha, an der Macht 1975-1979, 4 Jahre)
Richtiger Name: Saloth Sar (geb. 1928 - gest. 1998)
Einer, wahrscheinlich der extremste, unter den sogenannten "Kommunisten". Ihm gebührt der zweifelhafte Ruhm, ein Viertel bis ein Drittel seines Volkes ausgerottet bzw. vertrieben zu haben. Dem Terror der "Roten Khmer" fielen vor allen Dingen Städter, Intellektuelle, Ärzte, Künstler und Ingenieure zum Opfer. Er wollte sein Vorbild Mao Tse Tung übertreffen und den Kommunismus plötzlich, ohne Übergang schaffen. Die Städte wurden entvölkert, alle aufs Land umgesiedelt, in schwarze Einheitskleidung gesteckt und ein beispielloser "Bauernkommunismus" errichtet, dem durch Arbeit, fehlende medizinische Betreuung und "Säuberungsaktionen" ca. 2 Millionen Menschen zum Opfer fielen. 1978 fielen die Vietnamesen in das Land ein, die Roten Khmer zogen sich zurück und begannen einen Guerillakrieg. Erst 1991, als Kambodscha unter UN-Verwaltung gestellt wurde, kam das gebeutelte Land allmählich zur Ruhe.


17. Jorge Videla (Argentinien, an der Macht 1976-1981, 5 Jahre)
Richtiger Name: Jorge Rafael Videla (geb. 1925)
Unter seiner Herrschaft verschwanden ca. 30000 Menschen spurlos. Zitat: „Es müssen so viele Menschen wie nötig in Argentinien sterben, damit das Land wieder sicher ist.“ 1983 wurde er von General Viola abgelöst, der den Falklandkrieg vom Zaum brach. Argentinien verlor diesen kurzen Krieg, das Miltärregime geriet in Mißkredit, wurde verjagt und Argentinien kehrte zur Demokratie zurück. Heute sitzt Jorge Videla im Gefängnis und die Bundesrepublik Deutschland hat seine Auslieferung beantragt, weil unter seiner Herrschaft auch Deutsche umkamen.

18. Mengistu Haile Mariam, geb. 1937  (Äthiopien, an der Macht 1977-1991, 14 Jahre)
Er wollte den Kommunismus nach sowjetischem Vorbild in Äthiopien einführen. Sein Terror kostet einer halben Million Menschen das Leben. 1991 wurde er gestürzt und findet seitdem Asyl in Simbabwe bei Robert Mugabe.



Nachdem wir jetzt ein paar dieser "ehrenwerten Herren" kennengelernt haben und gesehen haben, wie unterschiedlich sie doch alle sind, wollen wir noch untersuchen, was sie alle gemeinsam haben. Ich denke, da gibt es mehrere Punkte:

1. Sendungsbewußtsein:
Ich denke, das ist der wichtigste Punkt! Alle, aber auch alle waren davon überzeugt, das Richtige zu tun, auch dann noch, als sie keine Macht mehr hatten.
2. Lakaien und Diener:
Trotz aller Repressivmaßnahmen gab es immer und zu jeder Zeit Menschen, die den jeweiligen Diktator (manchmal scheinbar) bedingungslos unterstützten und zu Kreuze krochen.
3. Personenkult:
Mehr oder weniger ausgeprägt, trifft das auf alle zu.
4. Konkurrenz:
Allen ist weiterhin gemeinsam, daß immer Menschen bereit waren, ihr Leben zu riskieren, um selbst an die Macht zu gelangen. Nicht selten rekrutieren sie sich aus dem Kreis der Speichellecker (Pkt. 2).
5. Sturz:
Oft genug büßten Diktatoren ihre Macht gewaltsam wieder ein, weil sie entweder durch einen Gegenputsch oder durch eine Revolution davongejagt wurden.
6. Diktatoren leben gefährlich:
Nicht nur, daß sie manchmal davongejagt werden, oft nahmen sie ein schmähliches Ende durch standrechtliches Erschießen oder Attentate, wie die obigen Lebensläufe zeigen.



Ich hätte noch viele andere aufzählen können (z. B. Nicolae Ceaucescu - Rumänien, Muammar Gaddafi - Libyen, Fulgencio Batista - Kuba, Etienne Eyadema - Togo, Omar Baschir - Sudan), will es jedoch bei dieser Auswahl bleiben lassen.

Text: M. Schreiber
Bilder: Wikipedia

 
Euer Manfred
manathas@tuckerland.de



 


Gefunden von Heike HoffmannHarold and Maude

Kino spielt seit 35 Jahren «Harold and Maude»

Der Kultfilm «Harold and Maude» läuft seit 35 Jahren ununterbrochen jede Woche ein Mal in einem Essener Programmkino. Der Film sei seit dem 6. Juni 1975 mittlerweile rund 2250 Mal gezeigt worden, berichtete die «Galerie Cinema» in Essen. 

Die Essener Filmkunsttheater als Betreiber gehen davon aus, dass es in Deutschland keinen Film gibt, der länger ununterbrochen läuft.

Die liebenswerte Filmkomödie mit viel schwarzem Humor erzählt die Liebesgeschichte einer munteren 80-Jährigen und eines in Selbstmordvisionen schwelgenden 18-Jährigen. Das Jubiläum will die Galerie am kommenden Sonntag mit einer Jubiläumsvorstellung feiern. 80-jährige Damen in Begleitung 18-jähriger Herren haben freien Eintritt. In dem kleinen Essener Kino, das lediglich 45 Sitzplätze bietet, wird seit jeher die Originalfassung mit Untertiteln gezeigt. Es ist die einzige OmU-Kopie in Deutsch

Quelle: Westdeutsche Zeitung Newsline  1. Juni 2010

 

 

 

 

 

Amsterdam, die größte Pfahlsiedlung der Welt - Ein Reisebericht von Kerstin Mach

Alles muss auf Pfählen gebaut werden, früher aus Holz und heute aus Beton. Alleine der Hauptbahnhof ruht auf 9000 Stück! Das wusste allerdings (fast) niemand, dem ich von unserem Reiseziel erzählt habe. Rotlichtviertel und Drogen waren die 2 Dinge, die vielen zu Amsterdam einfielen. Zugegeben, früher oder später stolpert man, gewollt oder ungewollt, über beides, aber Amsterdam hat mehr zu bieten.

Van harte welkom begrüßt uns die Lautsprecheransage auf dem Bahnsteig. Schon im Zug hatten wir Gelegenheit, die ersten Sätze Niederländisch zu hören. Ein paar wenige wichtige Wörter habe ich versucht vorher zu lernen, denn das gehört für mich dazu, wenn ich in ein fremdes Land fahre. Weit gekommen wäre ich damit allerdings nicht, was aber auch gar nicht nötig war. Alle sind perfekt auf die vielen Touristen eingestellt und sprechen mindestens Englisch, oft sogar aber mehrere Sprachen.

Der Bahnhofsvorplatz empfängt uns so, wie wir später ganz Amsterdam erleben: voll, laut, eng und quirlig. Straßenbahnen und Taxen liefern sich ein wildes Klingel- und Hupkonzert und Menschenmassen verschiedenster Herkunft strömen in und aus dem Bahnhof. Mittendrin zwei Straßenmusikanten, die unbeirrt spielen und ein Schuhputzer, der gut zu tun hat. Alles überwacht von zahlreichen Polizisten. 
Ich bin nicht der geborene Stadtmensch, habe es lieber ruhig, überschaubar und vor allem grün, aber für ein paar Tage werde ich es aushalten.

Unser Hotel befindet sich gleich neben dem Bahnhof und wir entdecken es schnell. Wie sich herausstellt wohnen wir nicht nur neben dem Bahnhof, sondern sogar über den Gleisen! Die Amsterdamer haben ein echtes Platzproblem und so wird ‚überbaut’, wo es nur möglich ist. Zum Glück gibt es doppelte Fenster, wir hören fast nichts und haben einen Blick auf den Amsterdamer Hafen. Von Fähren über Lastkähne, Ausflugsschiffen und Polizeibooten bis hin zu großen Kreuzfahrtschiffen bekommen wir in den nächsten Tagen alles zu sehen.


Klickt auf die Fotos, sie vergrössern sich dann!

Nach einer kurzen Verschnaufpause starten wir unseren ersten Erkundungsgang. Ohne Ziel und ohne Reiseführer wollen wir uns einfach ein wenig treiben und die Stadt auf uns wirken lassen. Das ist für mich die schönste Art, eine neue Stadt zu entdecken.

Direkt vor dem Hotel stehen in wildem Durcheinander Massen von Fahrrädern und genau gegenüber befindet sich über dem Wasser ein dreistöckiges Fahrradparkhaus. Das schauen wir uns mal aus der Nähe an und steigen bis zur obersten Etage. So viele Fahrräder auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen! Das Fahrrad scheint hier auch das wichtigste Verkehrsmittel zu sein und sie stehen einfach überall. Hier sind es also ausnahmsweise einmal nicht die Autos, die das Stadtbild stören.

An jeder größeren Straße gibt es zum Teil mehrspurige Radwege und die sehr rücksichtslos fahrenden Radler treten nur in Scharen auf. Rote Ampeln oder andere Verkehrsregeln haben keine Bedeutung und ich verstehe schnell, warum die Straßenbahnfahrer förmlich auf der Klingel stehen. Als Fußgänger lebt man gefährlich und nicht nur einmal erleben wir, wie es durch einen plötzlich aus dem Pulk zur Seite ausscherendem Radler zu einem Unfall kommt. Einen Helm trägt hier übrigens niemand.

Begeistert bin ich von den vielen Lastenfahrrädern, die hier zu sehen sind. In den Kisten der Backfiets lässt sich mühelos der Wocheneinkauf einer großen Familie unterbringen und auch zwei bis drei Kinder haben locker darin Platz. Über dem Gepäckträger kann man dann noch einmal zwei Kindersitze anbringen. Darüber, ob das Ganze sicher ist oder nicht, scheint man sich hier deutlich weniger Gedanken zu machen, als bei uns. Einmal sehen wir sogar, wie mehrere Räder für einen Umzug beladen werden und selbst die Waschmaschine findet ihren Platz.



Aber zurück zum ersten Stadtspaziergang. Schnell lassen wir den Bahnhofsvorplatz hinter uns und sind auch schon am allgegenwärtigen Wasser der Grachten. Jede Menge Rundfahrtsboote warten auf Kundschaft, Wassertaxen stehen bereit und der Kanalbus hat hier auch eine Haltestelle. Wer einen Bootsführerschein besitzt, kann ein kleines Motorboot mieten und auf eigene Faust losschippern.
Wir ziehen weiter und finden uns abseits der großen Einkaufsstraßen in einem Gewirr kleiner Gässchen der Amsterdamer Altstadt wieder. Hier reihen sich Kneipen, Cafes und kunterbunte Geschäfte aneinander. An jeder Ecke entdecken wir ein neues hübsches Häuschen oder einen besonders liebevoll begrünten Hauseingang. Oft stehen rechts und links in den Gassen an sich hässliche schwarze Plastikkübel, die aber alle bepflanzt sind und am Ende ist der Blick frei auf ein schön restauriertes Lagerhaus, am besten noch mit bunten Fensterläden. Die Häuser sind so schief und krumm und scheinen nur deshalb noch zu stehen, weil sie sich aneinander lehnen.

Die Grachten werden von Bäumen gesäumt und überall von Brücken überspannt. Manchmal kann man von einer Brücke aus in allen Himmelsrichtungen weitere entdecken. Auf dem Wasser liegen zahlreiche Hausboote und kleine Kähne. 2500 Hausboote soll es in Amsterdam geben. Manche davon sind ziemlich hässlich und sehen eher aus wie schwimmende Container, Garagen oder Rumpelkammern. Andere sind wunderschön hergerichtete alte Boote, oft mit begrünter Dachterrasse und manchmal ist noch ein schwimmender Garten dabei oder ein wenig moderne Kunst. Vor dem Hausboot dann mindestens noch ein kleines Boot, um mobil zu sein.

Wir biegen in die nächste Gasse, um einen Blick auf die Oude Kerk zu werfen, die wir gerade entdeckt haben. Ich beginne mich zu wundern, was das hier für seltsame Schaufenster sind, als ich realisiere wo wir sind, im Rotlichtviertel. Das hinter den Fenstern sind also keine Schaufensterpuppen! Bei machen Fenstern ist der Vorhang zugezogen und das rote Lämpchen darüber leuchtet – aha, Kabine belegt. Ich schaue mich um und entdecke Pornokinos und Sexshops. Das Publikum in der Straße ist bunt gemischt. Viele sind wahrscheinlich genauso unvermutet dort gelandet wie wir. Aber es ziehen auch eine ganze Menge interessierter Männer, vornehmlich in Gruppen, hier durch. Einige versuchen sich hinter Sonnenbrillen und hochgeschlagenem Kragen zu „verstecken“.
Ich fühle mich nicht so wirklich wohl hier. Das Geschäft mit Sex, gänzlich abgekoppelt von Liebe, und dem menschlichen Körper als Ware, kann ich mit meinen Gefühlen so gar nicht vereinbaren. Unweigerlich gerate ich ins Grübeln, wie viele dieser Frauen das wohl nicht freiwillig machen…..



Hier findet man dann auch die zahlreichen Coffeeshops, aus denen einem ein stark süßlicher Geruch entgegenschlägt. Ganz offen werden hier Joints geraucht und Energy Cookies angeboten.
Dann sind wir auch schon bei der Kirche angelangt, die aber gar nicht mehr als solche genutzt wird, sondern als Ausstellungsgebäude dient. Zurzeit ist dort die World Press Fotoausstellung, die wir in den nächsten Tagen noch besuchen werden und sehr bewegt wieder herauskommen.

Fürs’ Erste haben wir aber genug und suchen uns nur noch ein nettes Lokal, die Auswahl ist groß. Die 5 Tage in Amsterdam vergehen schnell und wer genau wissen will, was es dort alles zu sehen gibt, der muss zu einem Reiseführer greifen. Wir bummeln stundenlang an den hufeisenförmig angelegten Grachten entlang, genießen diese Idylle und schauen in die zahlreichen Hofjes. Im Historischen Museum lernen wir viel über die Entstehungsgeschichte Amsterdams und lassen auch das van Gogh Museum nicht aus. Viele der Bilder gefallen mir allerdings so gar nicht und ich lese lieber die Texte über sein Leben und die verschiedenen Schaffensphasen. Ein Kunstfan wird aus mir wohl nicht mehr!

Das sehr gelobte interaktive Technologiemuseum Nemo begeistert uns nicht so. Wir halten uns nur in der Abteilung über Hirnforschung auf und überlassen das Feld dann den anrückenden Schulklassen. Vom öffentlich zugänglichen Dach hat man aber einen schönen Blick auf Amsterdam und bei schönem Wetter könnte man sich hier niederlassen.

Eine Grachtenfahrt machen wir noch mit, schlendern über den Blumenmarkt und den Albert Cuypmarkt, der fast alles zu bieten hat. Uhren neben Käse, Blumen neben Kleidung, Gewürze neben Haushaltswaren und Schokolade neben Fisch! Um für das nötige Grün zwischendrin zu sorgen und meinem „Stadtkoller“ vorzubeugen, verbringen wir auch viel Zeit im Botanischen Garten und im Vondelpark und lassen es uns immer wieder in einem der zahlreichen netten Cafes mit leckerem Kuchen und Blick aufs Wasser gut gehen. 

Man kann es hier gut aushalten und Amsterdam ist eine sehr bunte und lebhafte Stadt. „Multikulti“ -und damit meine ich jetzt nicht nur die Touristen- ist hier nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebter Alltag und es scheint zu funktionieren. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es nicht die „ganz großen“ Sehenswürdigkeiten gibt.


Kerstin Mach


 


Kleine Rätselecke

Richard Bönisch informierte mich (nach vielen Jahren zuverlässiger Rätsel-Arbeit!!!), dass es in dieser TLZ-Ausgabe kein neues Rätsel von ihm geben wird wegen terminlicher und gesundheitlicher Gründe. Er ist jedoch in der nächsten Ausgabe wieder mit dabei.

Richard, danke für die Info! Wir wünschen Dir einen schönen Sommermonat Juli und baldige Genesung!!!


Die Lösung des letzten Rätsels lautet:  
September.


Hier erscheint diesmal kein Rätsel

S O M M E R P A U S E


Tuggat
Richard

Richard der Raetselhafte

boeni57@web.de

 

 


12. Landart Festival Grindelwald
07. – 13. Juni 2010 



Was im Winter das 28. Internationale Snow Festival, von dem ich Euch berichtete, war, ist im Sommer für Grindelwald das Landart Festival.

Sanfte Kunstwerke, die sich behutsam in die Natur einfügen, entstanden vom 07. – 13. Juni 2010 in Grindelwald.
Irgendwie urtümlich sind sie, die Beiträge der Teams am diesjährigen Landart Festival in Grindelwald. Stromlinienförmig arrangierte Äste, gefüllte, hängend drapierte Blätter, schnurgerade ausgerichtete Steine – die Kunstwerke wirken zwar absonderlich, passen aber dennoch in die Natur, sodass man in ihnen nichts Widernatürliches erkennen kann. Die Kunstwerke der Landartisten aus der Schweiz, aus Taiwan, Italien, Spanien und vielen weiteren Ländern haben nicht die Aura von Fremdkörpern, sonder eher von längst vergessenen Formen und Strukturen. Das sorgsam aufgeschichtete Mauerwerk, für das das lettische Team verschiedenfarbige Steine aus dem nahen Bachbett verwendet hat, erinnert an die Überreste einer alten Burg. Auch der steinerne Graben, den die Dänen ausgehoben haben, könnte ein altes Bauwerk sein, dessen Funktion sich uns heute nicht mehr erschliesst. In fast märchenhafter Weise integrieren sich auch alle anderen Landart-Beiträge in die Natur. In fliessenden Linien durchwandern Bündel von Ästen die moosige Landschaft an der Erlenpromenade, winden sich um Baumstämme oder bilden merkwürdig geformte Knäuel und Nester. Dass die Natur diese Formen nicht selber erzeugen kann, ist zwar offensichtlich, trotzdem wirkt die Umgestaltung, welche die Landart-Künstler vorgenommen haben, sanft und respektvoll und nicht gewalttätig. Die vergänglichen Installationen werden nach der Bewertung durch Publikum und Jury auch nicht abgebaut. Sie bleiben im Wald und am Flussbett, bis sie langsam zerfallen oder sich zersetzen.
Unter all den Kunstwerken stach der Beitrag der Norweger durch seine Andersartigkeit hervor: Das Team integrierte keine statische Skulptur in die Landschaft, sonder schuf ein Kunstwerk, bei dem das Publikum die Hauptrolle spielte. Aus Naturmaterialien stellten sie Wanderstecken her, mit denen die Besucherinnen und Besucher durch den Wald schlendern konnten. Das gefiel dem Publikum: Sie wählten die Norweger auf den zweiten Platz. Das Mauerwerk der Litauer wurde mit Rang 3 belohnt. Die Fachjury wählte Dänemark, Litauen und Italien auf das Podest.

Der Beitrag des Schweizer Teams, eine zwischen Bäumen aufgespannte Blätterkonstruktion.



Ein Liebling des Publikums war das litauische Kunstwerk aus verschiedenfarbigen Steinen.



Die Norweger stellten verschiedene Wanderstecken her, welche die Besucher benutzen durften.



Büschel von Ästen durchwandern im französischen Wettbewerbsstück die moosige Landschaft.

Beschti Grüess

Tschowanni
Tschowanni

 

 

 


Nützliche Haushaltstipps - Teil 6 


Ich bin erfreut darüber, dass einige von mir angebotene Haushaltstipps den Leela-Praxistest bestanden haben und Leela auch so ausführlich über die Ergebnisse berichtet hat. Es ist in der Tat so, dass wir in unserer heutigen hochtechnisierten Welt kaum noch Alternativen zu dieser Technik kennen bzw. anwenden. Alternativen, die teilweise schon vor hunderten von Jahren entwickelt und erfolgreich angewendet wurden und die heute meistens viel weniger Geld kosten und oftmals auch umweltschonender sind. So sah ich schon als kleines Kind interessiert meinem Vater zu, wie er aus Wasser und Mehl einen sämigen kleinen Brei machte. Diesen Brei benutzte er als Kleber für Papier und Pappe. Reste an seinen Fingern lutschte er einfach ab. Mir hat der Brei allerdings nicht geschmeckt...

Auch Elsbeth schrieb mir, "Das trockene Brot zu den Zwiebel zu legen ist genial..." und fragte, "Muss man das Brot ab und zu wechseln oder immer das selbe drin lassen?". Nun, Elsbeth, so genau weiß ich das auch nicht. Vielleicht probierst du das selber mal aus und berichtest dann in der TLZ mit einem kleinen Beitrag darüber. Asi belohnt dich dann sicher dafür mit 1 EP, denn für jeden Beitrag in der TLZ gibt es 1 EP!

Hier nun die neuen Haushaltstipps:

Die lieben Kleinen und Schokolade kann eine Mutter schon mal zur Verzweifelung bringen, wenn die Schokolade ausgerechnet auf dem Sonntagskleidchen ihre Spuren hinterlassen hat. Da hilft dann kein Schimpfen, was der Nachwuchs sowieso nicht verstehen würde, sondern lauwarmes Seifenwasser und Zitronensaft. Das bekommt der Nachwuchs aber nicht etwa zu trinken! Vielmehr wird der Schokoladenfleck zuerst mit lauwarmem Seifenwasser ausgerieben und dann klar ausgespült. Danach wird die befleckte Stelle mit Zitronensaft beträufelt und anschließend nochmal gründlich ausgespült.

Tee ist für viele eine Alternative zu Kaffee. Braune Teeränder/-flecken lassen sich aber leider bei Tassen und Kannen kaum vermeiden; sie sind auch nur schwer mit Spülmittel zu entfernen. Beim nächsten Kartoffelschälen die Kartoffelschalen nicht wegwerfen sondern sauber auswaschen, eine halbe Stunde auskochen und mit dieser Flüssigkeit die Teegefäße reinigen. Allerdings gibt es auch Teegenießer, die schwören auf diese braune Patina und sind der Meinung, dass der Tee durch sie noch besser schmeckt. Das mag vielleicht sein, doch der Tipp gilt ja auch nur für das Reinigen,
wenn man die Teegefäße wieder sauber haben möchte.

Welche Frau kennt das nicht. Nach dem Lackieren der Fingernägel sind die Finger für einige Zeit außer Gefecht gesetzt - bis der Nagellack trocken ist. Ein genervt wartender Ehemann stellte eines Tages seinem Eheweib eine Schüssel mit kaltem Wasser, in der ein paar Eiswürfel schwammen, mit der freundlichen Aufforderung vor die Nase, die frisch lackierten Fingernägel ins eiskalte Nass zu tauchen. Die Ehefrau vertraue ihrem Mann (so soll es ja auch sein...) und war überrascht, dass der Nagellack schnell(er) getrocknet war.

Haustierhaare können sehr lästig sein. Selbst mit dem Staubsauger bekommt man sie oft nicht restlos entfernt. Mit einer angefeuchteten Perlonstrumpfhose können die störenden Haare aber ganz einfach beseitigt werden. In reinen Männerhaushalten wird es wohl keine Perlonstrumpfhosen geben. Die gibt es aber zu kaufen, meine Herren... ;-)


Magnus

 

 

 


Eine kleine Zwiebelgeschichte  


Ich fande diese Idee mit den Tipps und der spachlichen Erklärung (von Magnus) in der TLZ ganz super. Dazu fiel mir gleich wieder die Zeit meiner Lehre in einer Großküche ein.

Da ja bekannt ist, dass jeder Lehrling zuerst mit der Drecksarbeit (u.a. Zwiebeln schälen) anfangen muß. Somit habe ich mich 1 Woche vor Lehrbeginn gründlich darauf vorbereitet. Da wir eh alle sehr gern Zwiebel mochten, habe ich jeden Tag 5 Kilo Zwiebeln geschält. Am 4. Tag hatte ich so geschwollene Augen, dass ich schon aufgeben wollte. Doch ich blieb hart und am 6. Tag waren meine Augen abgeschwollen und es kam keine Träne mehr beim schälen. 

Dann kam der 1. Tag der Lehre und siehe da, unsere (wir waren 4 Lehrlinge) erste Arbeit bestand aus Zwiel schälen. Man gab uns ein großes rundes Tablett gefüllt mit Wasser. Da sollten wir die Zwiebel reinlegen. Das sollte den Großteil des Tränenflusses verhindern. Ich fand das sowas von eklig, immer diese nassen Schalen an den Händen und habe das Tablett zur Seite gestellt. Die anderen schauten mich schon bedäppert an, was mich aber nicht störte. Ich holte ein trockenes Tablett und Zwiebeln und legte los. Alle warteten gespannt auf meine Tränen. Leider habe ich sie bitter enttäuschen müssen. Es kamen keine................

So kann ich auch heute noch immer Zwiebelln schälen ohne Tränen. 

Asi an Geli:

Eine herrliche Geschichte, die das Leben schreibt! Ich werde sie sehr gern in die nächste TLZ einarbeiten!

Und, tränen Dir heute die Augen immer noch nicht beim Zwiebeln schälen??! Mir tränen die Augen jeden Morgen, wenn ich mit dem Rad zur Arbeit fahre, da kann ich drauf warten. Dabei sind gar keine Zwiebeln in der Nähe! ;)

Hallo Asi,

es freut mich sehr, dass dir meine Geschichte gefallen hat. Um deine Frage zu beantworten "NEIN". Leider hatte es sich auch schnell herum gesprochen, so dass es mich bis heute noch verfolgt. Wenn im Haus (alles Familie) große Mengen an Zwiebeln gebraucht wird, muß Geli ran, ob sie will oder nicht..............

Angelika Haak

Geli 

 

 



Kurzkrimi - nichts für schwache Nerven!

Zur Einleitung des folgenden Beitrages möchte ich Auszüge aus dem E-Mail-Wechsel mit Stine, der jungen Krimi-Autorin, voranstellen:  

Wir kennen uns bisher noch nicht, aber ich habe bereits einige Ausgaben der Tuckerland mit Interesse und auch Belustigung gelesen.
Meine Frage ist, ob jeder einen Beitrag zu dieser Zeitung leisten kann?
Ich trage schon seit Jahren den Wunsch mit mir herum, Bücher zu schreiben und natürlich auch zu veröffentlichen.
Da das mit den Büchern wohl noch dauern wird, wollte ich schonmal mit kurzen Texten im kleinen Rahmen, vielleicht in der Tuckerland-Zeitung, anfangen.
Über eine Antwort zu diesem Thema wäre ich hocherfreut.

Grüße aus dem sonnigen Chemnitz 
Stine

Hallo Stine, herzlich Willkommen in der Tuckerlandzeitung - sehr gern kannst Du Dich als Autor einbringen!!! Es ist nicht erforderlich, dass Du erst das PC-Spiel "Tuckers Abenteuer" spielen "musst" - ich wurde mal diesbezüglich gefragt. ;) Wir sind alle keine Schriftsteller-Profis, aber mit grosser Freude und Hingabe beteiligen sich sehr viele TLZ-Leser irgendwann selbst mit eigenen Beiträgen an dieser bunten Online-Zeitung.  Ich würde es toll finden, etwas von Dir zu veröffentlichen zu einem Thema Deiner Wahl. 

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Mein Beitrag passt thematisch nicht ganz in die Zeitung, es ist einfach ein Gedankenspiel gewesen, mit dem ich mich vor der Hausarbeit gedrückt habe, wer kümmert sich schon gern um den leidigen Abwasch? Manchmal habe ich das Gefühl, es schleicht sich jemand in meine Wohnung und macht Geschirr dreckig, um mich zu ärgern...
Vielleicht noch ein paar Worte vorweg: sämtliche Personen sind von mir frei erfunden. Trotzdem kann es sein, dass sich vielleicht jemand wieder erkennt oder eine Person schrecklich vertraut erscheint. Sollte das der Fall sein, freue ich mich natürlich, dennoch sind meine Figuren fiktiv. ;)


Nach diesem zunächst harmlosen Schriftwechsel rechnete ich gar nicht mit dem folgenden Psycho-Krimi, auf den ich die TLZ-Leser hiermit vorbereiten möchte. 
Weiterlesen nur auf eigene Gefahr!!! ;)  


Er stürzte in den Tod.
Wie eine Liebkosung fühlte sich der Wind an, der an seinem Gesicht, seinen Haaren, seiner Kleidung zerrte.
Er schloß die Augen und fand sich damit ab, dass er sterben würde, während der Asphalt immer näher auf ihn zuraste. Tränen rannen aus seinen Augenwinkeln die Schläfen entlang, um sein Haar zu benetzen. 
Innerlich vollkommen ruhig und gelöst, schlug er auf.
Ein dumpfer Knall ertönte und man hörte das Splittern, nein das Krachen seines Schädels, als er auf dem Bürgersteig aufschlug. Fächerförmig breitete sich das Blut rasch auf dem Boden aus.
Niemand war da, der dies hätte bezeugen können. Harald war allein auf jenes Dach gestiegen. Er wollte nicht gesehen werden, wollte nicht aufgehalten werden.
Extra für diesen Anlass hatte er ausgiebig geduscht und sich besonders gründlich rasiert, was im Grunde nicht nötig gewesen wäre, denn trotz seiner 32 Jahre, wuchs der Bart eher spärlich in seinem von Akne zerfurchten Gesicht. Dennoch wollte er gut aussehen, wenn er es tat. Er hatte sogar seinen besten Anzug aus dem Schrank genommen, nach einigem Zögern jedoch nur sein zweitbestes Hemd. Auf die Krawatte verzichtete er, sie hatte schon immer bewirkt, dass er sich unwohl fühlte.
Was er nicht bedacht hatte war, dass sein Gesicht von der Wucht des Aufpralls völlig deformiert werden würde. Kein schöner Anblick für die Rettungskräfte, die, verständigt von einem Passanten, erst Stunden später an der Unfallstelle eintreffen würden.
Oder war es gar kein Unfall? Stand jemand hinter Harald? War es womöglich gar nicht seine freie Entscheidung gewesen in den Tod zu stürzen?
Die Polizei würde diesen Fall jedoch mit Sicherheit bald abschließen. Immerhin befand sich sogar ein Abschiedsbrief in Haralds linker hinterer Hosentasche.
Für die Ermittler war der Fall eindeutig. 
Harald hatte Selbstmord begangen.


In einem anderen Teil der Stadt, wachte Maik aus einem difusen Traum schweißgebadet auf. Er hatte zugesehen, wie ein Mann von mittlerer Statur, der mit einem dunklen Mantel bekleidet war, einen anderen Mann dazu zwang, sich von einem leerstehenden Gebäude zu stürzen. Was die beiden miteinander gesprochen hatten, hatte er nicht verstehen können, aber allein die Gegenwart des Mannes in Schwarz hatte ihm eine Heidenangst eingejagt. Irgendetwas war an diesem Mann, dass Maik dazu brachte, sich vor Angst zu krümmen. Etwas Entsetzliches, das er nicht in Worte fassen konnte. Starr vor Angst sah er zu, wie die beiden auf dem Dach des Gebäudes bis zur Kante liefen. Der Mann in Schwarz lief hinter dem Mann im Anzug, als wollte er ihn auf keinen Fall entkommen lassen. Als wollte er sich auf keinen Fall entgehen lassen, was hier gleich passieren würde. 
Der Mann im Anzug erreichte die Gebäudekante. Er stoppte kurz. Schob dann die Zehen über die Kante. Schloß die Augen. Breitete bedächtig beide Arme aus, als wollte er jemanden umarmen und ließ sich dann sachte nach vorn fallen.
NEIN! Wollte Maik schreien, aber kein Laut kam über seine Lippen. Sein Blick war noch immer auf die Stelle gerichtet, an der eben noch dieser Mann gestanden hatte. Dann hörte er den Aufprall und schloß entsetzt die Augen. Als er sie wieder öffnete, lag er in seinem Bett, der Mann in Schwarz stand am Fußende seines Bettes und sah ihn an. Kalte, stechende Augen bohrten sich in seine und ein eisiger Schauer lief seinen Rücken hinab.

Stine

Stine

 

 

 

 

Der Witz des Monats



Ein Dieb, der Bundespräsident und ein Mitarbeiter des Finanzamtes kommen in die Hölle. 

Der Teufel fragt sie, ob sie noch jemanden anrufen möchten. 

Der Dieb antwortet: "Ja, ich würde gern noch meine Freunde anrufen, die mir beim letzten Einbruch geholfen haben." 

"OK", antwortet der Teufel, "hier unten in der Hölle wird jede Minute, die man nach oben telefoniert mit 1 Tag Fegefeuer abgerechnet!" Das ist dem Dieb egal, er ruft seine Kumpanen an und gibt nach 30 Minuten das Telefon wieder ab. "Alles klar, das macht 30 Tage Fegefeuer", gibt der Teufel noch an den Dieb weiter. 

Der Präsident möchte ebenfalls telefonieren. Er ruft seine Frau, seine Kinder und seine Minister an und gibt nach etwa 60 Minuten das Telefon zurück. "Du kennst die Regeln, also 60 Tage Fegefeuer für Dich", entgegnet der Teufel dem Präsidenten. 

Der Mitarbeiter des Finanzamtes sagt daraufhin:
"Ich muss noch meine Kollegen anrufen, Anweisungen zum Bearbeitungsstand durchgeben, 250 Erklärungen und 34 Einsprüche umverteilen, die Hinweisfälle zur Pendlerpauschale erläutern, die Statistik dem FinMin durchgeben, Informationen zu den Systemen Elster und Konsens weiterleiten, Sesam und SteuBel einrichten, die Gleichstellungsbeauftragte informieren und meinen Kollegen die neuesten Änderungen in der "FEin"-Bearbeitung und zur Bedarfsbewertung erläutern. 
Außerdem müssen 17.000 Kontrollmitteilungen für Rentner verteilt werden und die Einsprüche bezüglich des Solidaritätszuschlags müssen abgearbeitet werden. Jemand muss außerdem dem Verfassungsgericht mal Dampf machen". 

Er nimmt also das Telefon und telefoniert. 1 Stunde, 2 Stunden, 3 Stunden. Nach 12 Stunden gibt er das Telefon ab.

Daraufhin sagt der Teufel: "OK, du kannst gehen." 

Der Dieb und der Präsident sind entsetzt: "Warum darf er gehen, er hat für mindestens 2 Jahre Fegefeuer telefoniert?!?!" 

Darauf der Teufel: "Anrufe von Hölle zu Hölle sind gebührenfrei."



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Ein Kongress zum Thema: Umerziehung des Mannes

Erste Wortmeldung einer deutschen Frau: "Mein Name ist Brigitte. Ich habe meinem Mann folgendes gesagt: 'Helmut, ab sofort machst du das Abendessen!' Am ersten Tag hab ich nichts gesehen, am zweiten Tag hab ich nichts gesehen, aber am dritten Tag stand das Essen auf den Tisch."
Großer Beifall im ganzen Saal, Hochrufe, Bravo!

Eine Britin meldet sich: "Mein Name ist Victoria und ich sagte meinem Mann, Paul, dass er ab heute Das Haus putzen müsse. Am ersten Tag habe ich nichts gesehen, am zweiten Tag habe ich nichts gesehen, aber am dritten Tag habe ich gesehen, dass er mit dem Staubsauger geputzt hatte!"
Wiederum großer Applaus im Saal.

Eine Italienerin meldet sich auch zu Wort: "Mein Name ist Graziella und ich forderte meinen Mann, Luigi, dazu auf, ab sofort die Wäsche zu bügeln. Am ersten Tag habe ich nichts gesehen, am zweiten Tag habe ich auch nichts gesehen, aber am dritten Tag konnte ich zumindest mit dem linken Auge wieder etwas sehen..."

Erika Fritz
Erika

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